Arun Gandhi ist 1934 in Durban, Südafrika als fünfter Enkel von Indiens legendärem Führer Mohandas K. „Mahatma“ Gandhi geboren.
Er wuchs unter den diskriminierenden Apartheid -Gesetzen Südafrikas auf, wurde von den „Weißen“ zusammengeschlagen, weil er zu schwarz war, und von den „Schwarzen“, weil er zu weiß war. Daher strebte er demnächst nach Gerechtigkeit nach dem Grundsatz „Auge um Auge“.
Von seinen Eltern und Großeltern lernte er, dass Gerechtigkeit nicht mit Rache gleichzusetzen ist, sondern dass es bedeutet, den Gegner durch Liebe und Leid umzuformen.
Was ihm sein Großvater lehrte
Sein Großvater lehrte Arun Gewaltlosigkeit durch das Verständnis der Gewalt zu verstehen. „Wenn wir wissen, wieviel passive Gewalt wir an einander verüben, werden wir verstehen, warum die Gesellschaft und die Welt so stark an physischer Gewalt leiden müssen,“ hat Gandhi gesagt. In täglichen Lehrstunden, erklärt Arun, lernte er über Gewalt und über Wut.
Darüber hinaus beschäftigt sich Arun viel mit sozialen Programmen und Schreiben. Kurz nach seiner Heirat mit Sunanda, informierte sie der südafrikanische Staat, dass sie ihn nicht nach Südafrika begleiten könne. Sunanda und Arun entschieden in Indien zu leben, wo Arun 30 Jahre lang als Journalist für „The Times of India“ arbeitete. Arun und Sunanda bauten gemeinsam Projekte für die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Umstände auf, indem sie schöpferische Programme – das Rückgrat von Gandhis Philosophie der Gewaltlosigkeit – verwendeten. Diese Programme veränderten mehr als eine halbe Million Menschenleben in mehr als 300 Dörfern und wachsen weiterhin. Sunanda starb im Februar 2007 und die Familie arbeitet in ihrem Namen an der Errichtung einer Schule im ärmsten ländlichen Indien.
Arun ist der Autor einiger Bücher. Das erste heißt „A Patch of White“ (Ein weißer Fleck) und berichtet über das Leben im voreingenommenen Südafrika. Danach schrieb er zwei Bücher über Armut und Politik in Indien, gefolgt von einer Sammlung aus M.K. Gandhis Geist und Wissen. Außerdem hat er ein Buch mit Aufsätzen über eine Welt ohne Gewalt (Kann Gandhis Vision Realität werden?) herausgegeben. Und vor kurzem hat er gemeinsam mit seiner inzwischen verstorbenen Frau Sunanda „Die Vergessene Frau: Die nie erzählte Geschichte von Kastur, die Frau Mahatma Gandhis“ geschrieben.
Der Aufbau des „Gandhi Worldwide Education Institute“ (Gandhi Internationales Bildungswerk).
Arun und seine Frau Sunanda arbeiteten fast 30 Jahre in Indien zusammen mit Freunden um den unterdrückten und verlassenen Kindern zu helfen. Dabei verwendeten sie Gandhis Philosophie des SARDOVAYA – das Wohlergehen aller Bürger.
Sie retteten fast 130 verlassene Kinder, fanden ihnen ein neues Zuhause und entwickelten mehrere wirtschaftliche Programme, die erfolgreich das Leben einiger Tausend verarmter Menschen veränderte. Im Mai 2008 wurde die Organisation in den Vereinigten Staaten von Arun Gandhi gegründet um die Gemeinschaftsgründung in wirtschaftlich benachteiligten Gegenden der Welt durch die Verbindung der Philosophie Gandhis und Berufsbildung für Kinder und deren Eltern voran zu bringen.